INHALT DES E-BOOKS – 50 Seiten

LESEPROBE aus dem Kapitel

VERLETZLICHKEIT – WECKE DEINE GRÖßTE RESSOURCE

Ich bin nicht … genug. Wirklich?

Ich schäme mich für etwas und vielleicht gebe ich auch noch die Verantwortung dafür ab. Ich kann ja nichts dafür, woher ich komme, oder? Ich kann wirklich nichts dafür, weil ich kein behütetes und gefördertes, geliebtes Kind war, sondern ein in welcher Form auch immer vernachlässigtes oder sogar missbrauchtes Kind.

Ich bin mir meiner selbst sehr bewusst. Dessen, was da ist, und dessen, was nicht da ist: des Ortes in meinem Herzen, an dem mich der Selbstzweifel packen kann, der Menschen, der Situationen, die diesen Zweifel bei mir auslösen können.

Doch mit diesem Sich-seiner-selbst-bewusst-Sein, mit diesem Sich-offen-zu-sich-selbst-Bekennen, mit der Annahme der schmerzlich gefühlten Schwächen und Lücken wächst etwas. Etwas, das größer ist als die Schwäche, als die Lücke. Es baut eine innere Brücke – zu mir …
Wenn ich es schaffe, ich selbst zu sein, keine Schutzschicht aufzulegen, mich nicht besser zu verkaufen, als ich bin. Nicht schlauer zu tun, nicht dümmer zu tun, nicht angepasst an eine von wem auch immer geäußerte Erwartung zu sein, sondern ICH zu sein, da zu sein, wach zu sein, präsent, jetzt, in diesem Moment zu sein, in diesem Moment, in dem wir einander gerade hier begegnen und du meine Zeilen liest …

… In diesem Moment erreiche ich auch DICH. Wir treffen uns auf der Brücke, jede hat ihre Komfortzone, ihr Festland verlassen. Etwas Neues kann beginnen. Eine Sehnsucht steigt in uns auf, die Sehnsucht, einfach wir selbst sein zu können. Stark sein zu können.

Was ist das Geheimnis? Stärke heißt nicht, unverletzlich zu sein.

Den Mut haben, nicht perfekt zu sein.
„Willst du glücklich sein?
Dann hör auf, perfekt sein zu wollen!“
Brené Brown

Wie kannst du Mut fassen, ins Handeln kommen, dich ausprobieren und daran wachsen?

Du bist nicht genug, du kannst das nicht, du schaffst das nicht, du bist nicht schön genug, du bist nicht perfekt – ich möchte unbedingt anderen gefallen, ich muss mich anpassen, ich habe kein Glück verdient, ich bin schlecht …

Hört sich das für dich richtig an? Hört es sich wirklich wahr und echt an …?

Was du hier liest, ist sicher nicht das, was du über mich dachtest, und es ist auch nicht das, was du über dich denken solltest.

Deine Verletzlichkeit verletzt dich nicht, das, was dich wirklich verletzt, ist, dass du sie versteckst, dass du sie vergräbst, dass du eine dicke Schicht von Körpergewicht, Zynismus, Bitterkeit, Coolness, Lächeln, Abwertung, Bewertung, Arroganz, Hysterie, Wut, Nicken, Resignation, Aggressivität, Ironie oder wer weiß was darüber gelegt hast …:

… ein dickes sperriges Plaid, eine Kuscheldecke aus Stofffetzen, Pflastern, ein Pflaster hier, ein Pflaster da …, eine Süßspeise, eine Ablenkung, ein Videospiel, eine Ausrede, nicht mit deinem Traumbusiness zu starten, eine Ausbildung, ein Schein fehlt noch –, aber dann wirst du durchstarten …

Du legst Pflaster auf deine offenen Wunden, auf deine Verletzlichkeit, du traust dich nicht raus, du machst DICH nicht sichtbar und auch nicht dein Werk.
Du lässt keine Luft daran, du lässt deine Wunde nicht heilen …

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